Vielleicht liegt es am nahenden Jahresende, vielleicht an diesem tief sitzenden Schulanfangsgefühl, das sich in jedem Alter meldet: Der Herbst verändert unsere Beauty-Routinen. Wenn leichte Sommerkleidung Strick und Mantel weicht, folgt die Frisur oft dem Beispiel. Gefragt sind Schnitte mit mehr Form, Bewegung und ein wenig mehr Schliff.
Diese Saison bestimmt kein einzelner Haarschnitt die Gespräche. Stattdessen zeigt sich eine Mischung aus Stilen, die zu unterschiedlichen Längen und Texturen passen: vom definierten Lockenbob und weichen Shag über den kurzen Locken-Pixie bis zu langen Stufen, die das Gesicht umspielen. Gemeinsam ist ihnen, dass Form und Textur im Mittelpunkt stehen und dass sie tragbar und persönlich wirken, statt nur dem Trend zu folgen.
Manche dieser Schnitte laden zum radikalen Wechsel ein, andere lassen sich an die vorhandene Länge oder Textur anpassen. Ob der nächste Termin beim Friseur ansteht oder du einfach sehen möchtest, welche Looks gerade überall auftauchen: Das sind die Haarschnitt-Trends, die du im Herbst 2026 kennen solltest. Die Styling-Empfehlungen stammen von der Hairstylistin Brendnetta Ashley und beziehen sich größtenteils auf Locken und natürliche Textur.
Die Haarschnitt-Trends für den Herbst 2026
Definierter Lockenbob
Der definierte Lockenbob steht für eine gepflegte, klare Form, die das Beste aus der natürlichen Lockenstruktur herausholt. „Immer auf feuchtem Haar beginnen“, sagt Promi-Hairstylistin und Dippity-Do Hair Expert Brendnetta Ashley. Sie empfiehlt, zuerst eine pflegende Lockencreme einzuarbeiten und danach einen Schaumfestiger aufzutragen, um die Locken „zu definieren und zu formen“.
Beim Trocknen mit dem Diffusor rät sie, die Locken so wenig wie möglich zu berühren, solange sie sich setzen, und das Haar unbedingt zu 100 Prozent trocknen zu lassen. Eine leichte Lockencreme und ein definierender Schaumfestiger betonen die Form, ohne die Bewegung zu bremsen.
Weicher Shag
Der weiche Shag lebt weniger von makellos gleichmäßigen Locken als davon, die natürliche Bewegung zuzulassen.
„Das Besondere an einem lockigen Shag ist die kontrollierte Unvollkommenheit. Du willst Definition, aber ebenso Bewegung, Luftigkeit und ein bisschen Attitude.“
Zum Start sorgt ein Schaumfestiger für Definition. Sobald das Haar vollständig trocken ist, trennt eine kleine Menge Lockencreme die Locken sanft in einzelne Bündel. Ist das Haar eher wellig als lockig, empfiehlt Ashley weniger Produkt, damit die Textur nicht beschwert wird.
Lockiger Pixie
„Beim lockigen Pixie dreht sich alles um Definition und Halt“, sagt Ashley. Damit gehört er zu den strukturierteren Schnitten dieser Auswahl. Ein Gel mit leichtem Halt auf sauberem, feuchtem Haar definiert die Locken und hält die Form, während das Haar trocknet. Am liebsten lässt sie es an der Luft trocknen; ist es draußen kühler, kann stattdessen der Diffusor zum Einsatz kommen.
Lange Stufen
„Lange, das Gesicht umspielende Stufen leben von Bewegung“, sagt Ashley. Sie eignen sich damit besonders, wenn Locken weicher und müheloser wirken sollen, die Länge aber erhalten bleibt. Angestrebt wird eine „lässig-zerzauste Silhouette mit ausgeprägter Editorial-Note“ statt eines stark durchstrukturierten Looks.
Ashley empfiehlt, mit einer Lockencreme zu beginnen, die definiert und pflegt, und anschließend einen leichten Schaumfestiger für Halt und Volumen zu verwenden. Zusammen ergeben sie die „weichen, gehobenen Stufen“, die das Gesicht rahmen und die natürliche Textur zur Geltung bringen.
Lockiger Micro-Pony
„Ein lockiger Micro-Pony ist Präzision mit Persönlichkeit“, sagt Ashley. Es ist ein Schnitt für alle, die mit ihrem Haar ein Statement setzen möchten: kantig, modebewusst und mit dem Blick direkt auf Augen und Brauen.
„Eine kleine Veränderung bewirkt einen drastischen Unterschied.“
Zum Stylen kommt ein Gel mit leichtem Halt ins feuchte Haar. Es betont die Definition und gibt jeder Locke genug Kontrolle, um ihre Form zu finden. Das Ergebnis soll gepflegt und texturiert wirken, nicht übertrieben perfekt.
Bixie
„Der Bixie ist ein großartiger Haarschnitt für den Herbst“, sagt Ashley. Das Kunstwort steht für die Mischung aus Bob und Pixie. Besonders passt der Schnitt zu allen, die sich von langem Sommerhaar verabschieden möchten: Er biete „einen schönen Übergang von längerem Sommerhaar zu einer leichteren, stärker modellierten Herbstform“ und lasse dabei genug Länge, damit die natürliche Textur zur Geltung kommt.
„Die gestufte Form kann die natürliche Textur betonen und gezielt Volumen erzeugen, statt dagegen anzukämpfen“, ergänzt sie. Zum Stylen eignen sich eine leichte Stylingcreme oder ein Schaumfestiger, die Definition geben, ohne die luftige, gestufte Form zu verlieren.
Afro-Bob
„Ein Afro beginnt mit gesunder, gut mit Feuchtigkeit versorgter Textur“, sagt Ashley. Feuchtigkeit ist damit das Fundament dieses klar geformten Looks. Den Anfang machen ein mildes Shampoo und ein nährender Conditioner, der Feuchtigkeit zurückgibt, das Haar weicher macht und das Entwirren erleichtert.
Das schafft die Basis für „einen schön geformten, anfassbaren Afro, der natürliches Volumen und Locken feiert“. Statt die Textur zu glätten oder zu bändigen, geht es darum, die natürliche Form zu unterstützen. So entsteht ein runder Afro-Bob, der voll, weich und mit Tiefe wirkt.
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